Dick-Walther: Mayen plant BID zur Innenstadtstärkung – Drittes BID in RLP auf dem Weg – Land fördert

Die Stadt Mayen plant als dritte Stadt in Rheinland-Pfalz ein Business Improvement Districts (BID) einzurichten. Auch Diez und Koblenz sind diesen Schritt gegangen. Damit macht sich nun auch Mayen auf den Weg, die Innenstadt von morgen mit gebündeltem Potenzial vor Ort aktiv mitzugestalten. Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther hat der Stadt Mayen dafür einen Förderbescheid über 15.000 Euro als Anschubfinanzierung für das neue BID-Projekt überreicht. In einem zweiten Schritt können bis zu 150.000 Euro für einen BID-Manager für bis zu fünf Jahre beantragt werden.

„Als Landesregierung nehmen wir die Entwicklung der ‚Innenstädte der Zukunft‘ eng in den Blick– und zwar immer unter der Prämisse, dass hier nichts über die Köpfe der Geschäftsleute und Innenstadtakteure vor Ort hinweg geschieht, sondern immer mit ihnen gemeinsam. Die Arbeit an der Basis ist entscheidend. Sie haben die Ideen und wissen am besten, wo der Schuh drückt. Wir unterstützen, um die Initiativen aus der Region ans Laufen zu bringen“, betonte die Staatssekretärin in ihrer Rede. „Ich freue mich, dass Mayen sich entschlossen hat, den Weg der BID-Gründung zu gehen, um ihre Innenstadt auch weiterhin und mit gebündelten Kräften vor Ort zukunftsfest aufstellen und gestalten zu können.“

Netzwerk und Unterstützung für Mayen

Die Staatssekretärin verwies auf die in den letzten drei Jahren gewachsene „Innenstadtfamilie“ in Rheinland-Pfalz und wünschte den Verantwortlichen in Mayen ein stetig weiterwachsendes Netzwerk: „Meine volle Unterstützung und auch die meines Hauses haben Sie! Hier und heute mit einer Anschubfinanzierung und später – sobald das BID offiziell gegründet ist – gerne auch mit der Förderung eines BID-Managers für Ihre Stadt.“

„Ich bin gespannt, wie es hier weitergehen wird. Und ich wünsche allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die ihre geballte Energie, Kreativität und Kompetenz in dieses Projekt stecken, gutes Gelingen und viel Erfolg!“

BIDs für lebendige Innenstädte – auch in Diez und Koblenz gegründet

Die Einrichtung von BIDs, also die gezielte, kleinteilige Quartiersentwicklung, habe sich in anderen Städten wie Gießen oder Hamburg bereits bewährt. „Es lohnt sich, über den eigenen Gartenzaun zu blicken – und natürlich auch, bei den Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz, in diesem Fall also in Koblenz und in Diez, nachzufragen und sich auszutauschen. Auch hier hat man schon Erfahrungen gesammelt“, so die Staatssekretärin. Beide Städte haben ebenfalls ein BID gegründet und wurden vom Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz unterstützt sowie finanziell gefördert.

Hintergrund BID-Förderung:

Business Improvement Districts (BIDs) sind ein Instrument zur gezielten Aufwertung und Belebung von Innenstädten. Durch die Zusammenarbeit von Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümern und der Kommune werden Projekte und Maßnahmen umgesetzt, die die Attraktivität und Lebensqualität im Quartier steigern.

Die von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ins Leben gerufene BID-Förderung dient als Anschubfinanzierung für Business Improvement Districts. Sie ist ein fester Bestandteil des Instrumentenkastens zur Entwicklung und Attraktivitätssteigerung von Innenstädten und Zentren. Die finanzielle Unterstützung solcher Initiativen in Städten und Gemeinden ist ein zentrales Element des Regierungsschwerpunkts „Innenstädte der Zukunft“. In der Vorgründungsphase eines BIDs kann eine Anschubfinanzierung in Höhe von 15.000 Euro beantragt werden. Mit diesen Mitteln können z.B. Kosten für die Projektkonzeption, geeignete Marketingmaßnahmen, Akquise oder Rechtsberatung gedeckt werden. In einer zweiten Stufe können Mittel zur Finanzierung eines BID-Managers beantragt werden. Hierfür stehen 30.000 Euro pro Jahr für maximal fünf Jahre zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Regierungsschwerpunkt Innenstädte der Zukunft sowie zur BID-Förderung finden Sie hier: https://innenstaedte.rlp.de/bid-foerderung/

Ziel eines BusinessImprovement Districts (BID) ist es, die Attraktivität des Quartiers zu fördern und die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln so zu verbessern, dass die abgabepflichtigen Grundeigentümer unmittelbar von den Maßnahmen profitieren. Die Initiative zur Einrichtung eines BID sollte aus dem Quartier selbst kommen, z.B. von Grundeigentümern, Einzelhändlern, Gastronomen oder Dienstleistern. Mit dem novellierten LEAPG wurde 2021 die gesetzliche Grundlage für BIDs in Rheinland-Pfalz geschaffen.

Nicola Diehl
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Tel. +49 6131 162220

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