Visualisierung von Straßenräumen in Ortsmitten

Vorher-Nachher-Visualisierungen für zehn Kommunen – finanziert vom Land Rheinland-Pfalz.

Bewerbungsfrist: 09.10.2026

10 Kommunen

Kostenübernahme durch das Land

Bewerbung bis 09.10.2026

Bekanntgabe Gewinner am 12.11.2026

Wie sieht Ihre Ortsmitte von morgen aus?

Lebendige Ortsmitten und attraktive Innenstädte sind zentrale Orte des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Gleichzeitig stehen viele Kommunen vor der Herausforderung, ihre Zentren an die Folgen des Klimawandels anzupassen und zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Um Städte und Gemeinden bei dieser Aufgabe zu unterstützen, startet das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima erstmals einen Wettbewerb für professionelle Vorher-Nachher-Visualisierungen von Straßenräumen in Ortsmitten. Virtuelle Zukunftsbilder zeigen eindrucksvoll, wie sich heute vielfach vom Verkehr geprägte Räume zu attraktiven, grünen und multifunktionalen Aufenthalts- und Begegnungsorten entwickeln können. Sie machen Potenziale einer Umgestaltung sichtbar und greifbar. Außerdem unterstützen Visualisierungen den Dialog zwischen Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und lokalen Akteurinnen und Akteuren und setzen neue Impulse.

Im Rahmen des Wettbewerbs wählt eine Jury aus dem Bewerberfeld zehn Kommunen aus, für die eine professionelle Vorher-Nachher-Visualisierung durch ein Fachbüro erstellt wird. Die Kosten hierfür übernimmt das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima.

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit einem geeigneten Straßenraum aus Ihrer Ortsmitte bzw. Ihrem Stadtzentrum zu bewerben. Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 9. Oktober 2026.

Die ausgewählten Kommunen werden auf der Innenstadtkonferenz am 12. November 2026 in Mainz bekanntgegeben. Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits vor.

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Bewerbungsformular herunterladen

Bewerbungen bitte an folgende Adresse schicken:
rlp-visualisierungen@planersocietaet.de

Einsendeschluss

ist (einschließlich) der 09. Oktober 2026. Es werden zehn Kommunen durch eine interdisziplinäre Jury bewertet. Die Gewinner werden am 12. November 2026 bekannt gegeben.

Die Visualisierungen werden im Anschluss bis Ende April 2027 angefertigt.

Die Kosten werden vollständig vom Land Rheinland-Pfalz übernommen.

Pflichtangaben:

Lageplan/Kartenausschnitt, mindestes 1 bis maximal 5 aussagekräftige Fotos

Optionale Anlagen:

Konzepte, Studien, Planunterlagen etc.

Kontakt:

Niklas Rischbieter
Planersocietät
Tel.: +49 231 99 99 70-39
Mail: rischbieter@planersocietaet.de

FAQ

Das Angebot richtet sich an kreisfreie Städte, Verbandsgemeinden, verbandsfreie Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz, die ihre Ortsmitte oder ihr Stadtzentrum zukunftsfähig weiterentwickeln möchten. Insbesondere angesprochen sind Kommunen, die Potenziale zur Aufwertung öffentlicher Räume sichtbar machen und den Dialog über mögliche Umgestaltungen mit Politik, Bürgerschaft, Handel, Gastronomie und weiteren Akteurinnen und Akteuren unterstützen möchten.

Die Kosten für die Erstellung der Visualisierungen werden vom Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz übernommen.

Vorher-Nachher-Visualisierungen sind fotorealistische Darstellungen, die den aktuellen Zustand eines Straßenraums einer möglichen zukünftigen Gestaltung gegenüberstellen. Ausgehend von einem aktuellen Foto wird veranschaulicht, wie ein Straßenraum durch Begrünung, Stadtmobiliar, Verschattungselemente, eine veränderte Nutzung des öffentlichen Raums oder eine Neuordnung der Verkehrsflächen an Aufenthaltsqualität gewinnen könnte. Die Visualisierungen stellen keine konkrete Planung dar. Vielmehr zeigen sie Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten auf und helfen dabei, Zukunftsbilder von Ortsmitten greifbar zu machen.

Vorher-Nachher-Visualisierungen machen Entwicklungspotenziale sichtbar und erleichtern die Diskussion über die Zukunft von Ortsmitten und Innenstädten. Komplexe Planungsinhalte können verständlich und anschaulich vermittelt werden. Die Visualisierungen können:

• den Dialog zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft unterstützen und als Kommunikationsinstrument in Beteiligungs- und Planungsprozessen genutzt werden,

• die Diskussion über mögliche Entwicklungsrichtungen anregen,

• Potenziale für mehr Aufenthaltsqualität sichtbar machen,

• Impulse für die Stärkung von Handel, Gastronomie und kulturellen Einrichtungen geben,

• die nachhaltige Innenentwicklung unterstützen.

Damit leisten sie einen Beitrag, um Ortsmitten als wirtschaftliche, kulturelle und kommunikative Zentren zu stärken und weiterzuentwickeln.

Geeignete Räume sind insbesondere prägende Straßenräume und öffentliche Bereiche in Ortsmitten und Stadtzentren, die heute stark durch den Kfz-Verkehr geprägt sind. Mögliche Beispiele sind:

• Haupt- und Geschäftsstraßen

• Ortsdurchfahrten

• Bereiche mit hoher Bedeutung für Handel und Gastronomie

• Verbindungsachsen zwischen wichtigen Zielen im Ortszentrum

• Räume mit Potenzial für Begrünung, Klimaanpassung oder neue Aufenthaltsangebote

Entscheidend ist, dass der ausgewählte Bereich eine wichtige Funktion für die Ortsmitte erfüllt.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden die eingereichten Bewerbungen von einer interdisziplinär besetzten Jury bewertet und anschließend zehn Kommunen ausgewählt. Dabei fließen insbesondere die Qualität der Bewerbung, die Motivation der Kommune, die Unterstützung durch die Verwaltungsspitze sowie das Potenzial des vorgeschlagenen Straßenraums in die Bewertung ein. Darüber hinaus wird bei der Auswahl darauf geachtet, ein möglichst vielfältiges und repräsentatives Spektrum an Kommunen und Projekten abzubilden. Berücksichtigt werden unter anderem:

• unterschiedliche Kommunengrößen,

• eine ausgewogene regionale Verteilung innerhalb von Rheinland-Pfalz,

• verschiedene Typen von Ortsmitten und Straßenräumen,

• unterschiedliche thematische Schwerpunkte, beispielsweise Aufenthaltsqualität, Einzel-handel und Außengastronomie, Mobilität oder Klimaanpassung,

• verschiedene Ausgangssituationen und Entwicklungsperspektiven.

Ziel ist es, zehn fachlich überzeugende und zugleich landesweit repräsentative Kommunen auszuwählen, deren Visualisierungen beispielhaft für unterschiedliche Herausforderungen und Chancen in rheinland-pfälzischen Ortsmitten stehen können. Die ausgewählten Kommunen werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens durch das Ministerium informiert und anschließend am 12. November 2026 auf der Innenstadtkonferenz in Mainz öffentlich bekannt gegeben.

Hierzu werden sowohl die (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeister wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachebene eingeladen.

Bitte merken Sie sich diesen Termin bereits vor. Die Teilnahme der ausgewählten Kommunen wird erwartet.

Die Erstellung der Visualisierungen erfolgt in mehreren aufeinander aufbauenden Abstimmungsschritten zwischen der Kommune und dem beauftragten Fachbüro.

Zu Beginn findet ein digitales Auftaktgespräch zwischen der Kommune und dem Fachbüro statt. Dabei werden das Projekt vorgestellt, die Bildperspektive abgestimmt sowie verkehrliche Rahmenbedingungen, besondere Herausforderungen und mögliche Entwicklungsziele des Straßenraums besprochen. Außerdem werden vorhandene Datengrundlagen und Bildmaterialien gesichtet. Falls erforderlich, können ergänzende Fotos oder weitere Unterlagen nachgereicht werden.

Auf Grundlage dieser Informationen erfolgt eine erste fachliche Abstimmung zu möglichen Inhalten und Umgestaltungsperspektiven. Hierzu werden Referenzbilder zusammengestellt und erste Visualisierungsideen entwickelt.

In einem anschließenden Konzeptgespräch stellt das Fachbüro erste Skizzen und Visualisierungsansätze vor. Gemeinsam mit der Kommune werden die unterschiedlichen Gestaltungsideen diskutiert und mögliche Anpassungen abgestimmt.

Anschließend werden die finalen Visualisierungen ausgearbeitet. Jede teilnehmende Kommune erhält zwei professionelle Vorher-Nachher-Visualisierungen sowie ergänzende Straßenschnitte, die die räumlichen Veränderungen anschaulich darstellen. Die Ergebnisse werden den Kommunen zur weiteren Verwendung in Kommunikations-, Beteiligungs- und Planungsprozessen zur Verfügung gestellt. Die Nutzungsrechte an Bild- und Planmaterial werden an das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima übertragen.

Der gesamte Prozess erfolgt in enger Abstimmung zwischen Fachbüro und Kommune, damit lokale Besonderheiten und Zielvorstellungen angemessen berücksichtigt werden können.

Die teilnehmenden Kommunen benennen einen geeigneten Straßenraum oder Bereich innerhalb der Ortsmitte bzw. des Stadtzentrums und stellen die erforderlichen Informationen und Grundlagen für die Bearbeitung bereit.

Darüber hinaus wird eine Ansprechperson benötigt, die den Abstimmungsprozess begleitet und Rückmeldungen zu den Entwürfen geben kann. Die Kommunen sollten die Bereitschaft mitbringen, sich aktiv in den Erstellungsprozess einzubringen und die örtlichen Rahmenbedingungen sowie mögliche Entwicklungsziele zu erläutern.

Bei Fragen melden Sie sich gern.

Almut Rusbüldt

Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima

Innenstädte der Zukunft
Telefon: 06131/16-2621
E-Mail: Almut.Rusbueldt@mwtek.rlp.de